Was ist protestantisch?

hermannstadt-renat köber

Renate Köber, Gemeindesekretärin, Hermannstadt-Nepperndorf:
„Es ist unsere Tradition, wir sind darin aufgewachsen. Unsere Vorfahren haben ihre Heimat um ihres Glaubens willen verlassen. Wir führen das weiter, bewusst oder unbewusst, mal wehmütig, mal zuversichtlich.“

hermannstadt-gerhild rudolf

Gerhild Rudolf, Leiterin des Teutsch-Hauses in Hermannstadt:
„Evangelisch sein und Siebenbürger Sachse, das sind zwei Brennpunkte einer Ellipse. Die evangelische Kirche hat uns durch gute und schlechte Zeiten geführt, man hat sich fest an die Kirche gebunden, denn Kirche war und ist Gemeinschaft.“

Hermannstadt - Kilian Dörr

Kilian Dörr, Stadtpfarrer von Hermannstadt:
„Wir müssen unsere Glaubensinhalte im heutigen Leben vermitteln. Was ist evangelische Präsenz? Nehme ich Flüchtlinge auf? Wie verhalte ich mich gegenüber meinen Mitgeschöpfen?“

Hermannstadt - Christoph Klein


Christoph Klein, Altbischof der ev. Kirche A.B. in Rumänien:
„Das Wort Gottes hat Vorrang gegenüber der Tradition, wir bewahren Taufe und Abendmahl als Sakramente. Zugleich bedeutet „evangelisch“ einen ganz präzisen Ausdruck von Identität als Siebenbürger Sachse. In Zukunft wird das vielleicht anders.“

Hermannstadt - Eginald Schlattner (innen)


Eginald Schlattner, Gefängnisseelsorger und Pfarrer in Rothberg:
„In den Evangelien ist viel Wissen um den Menschen enthalten. Die Leute sollen sich in diesen Geschichten wiederfinden können und von dort Lebenshilfe beziehen. Das Wort muß zur Tat werden, der Glaube muß sich in Liebe verwandeln. Wir selbst sind gefordert. Bei den Orthodoxen heißt es: Der Herrgott wird’s schon richten. Bei denen gibt es keine Diakonie.“

Hermannstadt - Marion Henning


Marion Henning, Kirchenvorsteherin, Michelsberg:
„Evangelisch, das ist Heimat: Die Burg, die Kirche, die Tradition, die man erhalten kann. Unsere Kirche ist offen für jeden, wir sind hier.“