Was ist protestantisch?

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Georg Christoph Biller, Thomaskantor:
„Evangelisch sein, heißt kämpferisch für eigene Überzeugungen eintreten. Viele Protestanten mißverstehen ihr Bekenntnis als Besänftigung. Aber als Christ darf ich kein zahnloser Tiger sein. Natürlich soll man vermitteln und für Frieden sorgen – aber man muß Unrecht auch benennen.“

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Akio Takano, Pressereferent des Bach-Museums:
„Ich habe die Bibel in Japan erst relativ spät kennengelernt. Ich besuchte jede Woche einen evangelischen Bibelkreis und war davon fasziniert. Ich glaube an die Gnade Gottes. Die Musik Bachs hat mich schon als Kind ergriffen und später aus der Depression gerettet. Als ich später erfuhr, dass auch Bach dem evangelisch-lutherischen Glauben zugehörte, empfand ich das als ein persönliches Wunder.“

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Katharina Düwel, Kirchenführerin St. Nicolai:
„Man wächst in eine Tradition hinein und trägt sie weiter. Ich stamme aus Wittenberg und habe viele Stadtführungen auf Luthers Spuren gemacht, da fühlt man sich der Sache natürlich besonders verbunden. Ich finde es gut, was er gemacht hat.“

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Christoph Wolff, Pfarrer an der Thomaskirche (bis 2014):
„Als Evangelische pflegen wir zwei riesige Errungenschaften der Reformation: Die Demokratisierung der Liturgie durch den gemeinsamen Gesang und die Verbindung von Glaube und Bildung. Glauben, Singen, Lesen: Das sind die Grundpfeiler von Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung.“