Was ist protestantisch?


Kathrin Oxen, Leiterin des Zentrums für Predigtkultur:
„Grundlagen sind eine Selbstsicherheit, die nicht aus mir selbst kommt, und die Unmittelbarkeit der Beziehung zu Gott. Evangelisch sein bedeutet, keine Gegenwelt zu errichten, sondern in der Welt wirken und dort Verantwortung zu übernehmen.“


WB-Block
Johannes Block, Stadtpfarrer an St. Marien:
„Evangelisch sein heißt zu hören, sei es in Wort oder Musik; und von dem zu leben, was uns von außen zugesprochen wird und uns trägt.“

WB-Kasparick
Siegfried Kasparick, Propst und Reformationsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland:
„Es ist die Freiheit, die aus der Konzentration auf Christus erwächst, die Freiheit zur kritischen Nachfolge. Und es bedeutet, nicht alles glauben zu müssen.“


WB-von Campenhausen
Jan von Campenhausen, Direktor der Wittenbergstiftung der EKD:
„Im Vertrauen auf Gott fröhlich leben und getröstet sterben.“

WB-Rhein
Stephan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten:
 „Mich beeindruckt besonders tief die Idee vom Priestertum aller Gläubigen. Darin stecken zentrale Gedanken wie die allgemeine Teilhabe an der Gesellschaft und an der Bildung, ein wichtiger Impuls zur Entwicklung der Demokratie und der Aufhebung von Hierarchien.“

WB-Körting

Katharina Körting, Reformations-Beauftragte des Kirchenkreises Wittenberg:
„"Evangelisch sein heißt für mich, um die unbedingte Liebe Gottes als Gnade unbedingt zu wissen und davon als einer Freiheit zu künden, und in dieser Freiheit verantwortlich zu handeln - auch gegen Widerstände."

WB-Häfner
Schwester Elisabeth Häfner, Communität Christusbruderschaft Selbitz, Stadtkonvent Wittenberg:
„Der evangelische Glaube vermittelt mir einen Raum zum Leben und zur Freiheit. Mir wird nichts aufgedrängt: So mußt du sein, so bist du gut. Ob ich Ordensschwester bin oder nicht, ist egal. Ich stelle mich Christus brutto zur Verfügung – so wie ich bin.“


WB-Kasch
Hans-Wilhelm Kasch, Zentrum des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg:
„Es geht um die bewusste Ausrichtung auf das Evangelium, so wie es von der Reformation neu entdeckt worden ist.“