Was ist protestantisch?

 

BE-Gudrun Seidewitz

Gudrun Seidewitz, Leiterin des Veranstaltungsbüros am Berliner Dom: „Ich bin für gelebte Ökumene. Evangelisch, katholisch: Das spielt keine Rolle. Das Christsein ist wichtig.“

Lars-Gunnar Ziel

Lars-Gunnar Ziel, Geschäftsführer am Berliner Dom: „Der Predigt nur zuhören reicht nicht. Wir müssen unseren Idealen auch im Alltag treu bleiben. Wir arbeiten noch nicht nachhaltig genug, das stimmt; aber wir streben es an! In flachen Hierarchien, in denen jeder eigenverantwortlich arbeitet.“

Charlotte Hopf

Charlotte Hopf, Dombaumeisterin am Berliner Dom: „Es gibt Landeskirchen, die sagen: Notfalls feiern wir unsere Gottesdienst halt im Schuhgeschäft. Das finde ich nicht. Wir müssen es schaffen, ein hierarchisches Gotteshaus wie den Berliner Dom mit demokratischem Leben zu füllen. Das ist eine Herausforderung.“

Ortwin Freischlad

Ortwin Freischlad, ehrenamtlicher Kirchenführer am Berliner Dom: „Vom Wort geht alles aus, nicht von der Zeremonie. Deshalb ist auch die Kanzel von so großer Bedeutung. Die Leute sollen sich angesprochen fühlen und über sich selbst nachdenken. Es ist erstaunlich, dass die katholische Kirche vor 500 Jahren da nicht selber drauf kam.“

 

Svenja Pelzel

 Svenja Pelzel, Pressesprecherin des Berliner Doms: „Evangelischsein bedeutet sehr große Toleranz gegenüber anderen Menschen, insbesondere auch Toleranz gegenüber dem Glauben eines jeden Menschen. Es soll – nach Friedrich dem Großen – jeder nach seiner Façon glücklich werden.“