Was ist protestantisch?

Debrecen - Bölcskei

Gusztáv Bölcskei, Bischof in Debrecen:
„Entscheidend ist das Interesse für das Ganze. Das Evangelium gilt nicht nur in bestimmten Sektoren des Lebens, sondern überall. Calvin hat die Welt nicht umsonst ein „Theatrum Gloriae Dei“ genannt. Die hohe Bedeutung des Schulwesens ist eine typisch reformierte Haltung. Natürlich, es gelingt nicht  alles auf einmal. Aber wir können es mit Gottes Hilfe noch einmal versuchen. Wir sind nüchtern im besten Sinne des Wortes, und besonnen. Beides hat die ganze Welt nötig.“

 

 Ede Horsai, Jugendpastor und Internatsdirektor am Reformierten Kollegium:
„Ich stelle  mir die zentrale Frage: Wie soll ich Gott anbeten? Die Antwort lautet: Im Geist und in der Wahrheit. Für uns Reformierte ist Gottesdienst nicht nur Sonntagmorgen, nein, das ganze Leben ist ein Gottesdienst. Deshalb dürfen wir auch in Gesellschaft und Politik nicht neutral bleiben.“

Debrecen-Györi

János Györi, Institut für reformierte Bildungsgeschichte am Reformierten Kollegium:
„Für mich ist die Bibel wichtig. Man muss die Welt in einem biblischen Rahmen betrachten. Wichtig ist auch eine kritische Haltung, mir selbst gegenüber und auch meiner eigenen Kirche gegenüber. Und zum dritten: Kontakte und Beziehungen, zu Gott und zu anderen Menschen. Davon profitiere ich als Lehrer besonders.“ 

Teofil Kovács, Bibliothekar und Museumsleiter am Reformierten Kollegium:
„Zum einen: Reformiert sein gehört in Ungarn zum Nationalbewusstsein. Das ist die ungarische Religion. Zum anderen: Es ist eine Lebensweise, in der Glaube und Leben zusammengehören. Orando et laborando, das steht über dem Eingang unseres Kollegiums. Diese alte Devise setzen wir in unserem Leben fort.“ 

Debrecen - Molnar

Gergely Molnár, Imker und Kurator des Presbyteriums Vizsoly:
„Unter Reformierten gilt das Prinzip der Drei Musketiere: Einer für alle, alle für einen."