Was ist anglikanisch?

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Anne Courtney, ehrenamtliche Aufseherin in der Kathedrale:
„Wir heißen alle willkommen, egal wer er ist. Der Status ist egal. Der anglikanische Glaube erlaubt mir eine eigene Interpretation – damit fühle ich mich sehr wohl.“

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Matthew Rushton, Precentor der Kathedrale:
„Wir sind die Kirche Christi hier in diesem Land. Es gibt auch andere, aber wir sind die angestammte Kirche von England. Es gibt Anglikaner in der ganzen Welt, die hier ihre Wurzeln haben. Wir sind ein Kirche der Reformation, die sich im 16. Jh. von Rom gelöst hat, aber mit eigener Identität. Wir haben keinen Bruch zur Vergangenheit. Manche sehen an uns nur die römisch-katholischen Elemente aus der Frühzeit des Christentums, manche sehen in uns eine Baptistenkirche, und manche sagen, dass es „die“ angelikanische Kirche gar nicht gibt.“


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John Arnold, ehem. Domprobst von Durham und ehem. Vorsitzender der Konferenz der Kirchen in Europa:
„Wir sind nicht zwischen Katholiken und Protestanten, wir sind beides. Wir haben viele Fragen der Reformation mit Ja beantwortet. Wir sind die katholische Volkskirche eines protestantischen Volkes. Die meisten evangelischen Kirchen gründen ihre Identität auf das 16. Jahrhundert. Unsere Wurzeln liegen in der Christianisierung Englands vor 2000 Jahren.“

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Robert Willis, Dean der Kathedrale:
„In England gab es eine politische Reformation. Seither gibt es kein päpstliches Primat mehr über die Kirche.  Unsere Gottesdienste sind mehr katholisch – viele Besucher merken überhaupt keine Unterschiede! Unsere Theologie ist eher protestantisch.“

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Christopher Robinson, ehem. Pressesprecher der Kathedrale:
„Wir haben katholische und protestantische Einflüsse; das wechselt auch. Vor 200 Jahren waren wir noch viel lutherischer als heute! Unsere Gemeinden haben sehr unterschiedliche Traditionen: Manche fast katholisch, manche fast calvinistisch, manch dazwischen. Die Theologie ist protestantisch, die Praxis katholisch. Hier ist alles möglich. Es ist nicht logisch, fürchte ich.“